Konflikte in Unternehmen

Wettbewerbsfaktor Kooperation

Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft und Kooperationsbereitschaft sind die wesentlichen Wettbewerbsfaktoren in einer Wissensgesellschaft. Den einen oder anderen mag es erstaunen: Aber Unternehmen profitieren von der Kooperationsbereitschaft ihrer Mitarbeiter*innen noch stärker als von deren Können oder Wissen.

Konflikte schränken die Kooperationsfähigkeit der Beteiligten ein. Betrachtet man die gesamte Wertschöpfungskette, dann wird allerdings sichtbar, dass auch Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit von den Grabenkämpfen der Schlüsselmitarbeiter*innen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ganz zu schweigen von den persönlichen Auswirkungen, den der Streit für die Beteiligten und ihr Umfeld hat.


Wie Teams lernen, Konflikte zu befrieden

Wie ich bei Konfliktmoderationen in Unternehmen konkret vorgehe, ist vom Einzelfall abhängig. Meist führe ich im Vorfeld Einzelgespräche mit allen Beteiligten, um mir ein von der Gruppendynamik unbeeinflusstes Bild aller Perspektiven zu machen.

In einem nächsten Schritt werden in einem Gruppenmeeting Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Perspektiven sichtbar gemacht. Ob der/die Vorgesetzte dabei ist, wird ebenfalls von Fall zu Fall entschieden. Nun geht es darum, den größten gemeinsamen Nenner zu finden, erwünschte Ergebnisse (persönlich und im Arbeitsergebnis) zu definieren und Maßnahmen festzulegen.

Im Idealfall findet 3-6 Monate nach dem Gruppenmeeting ein Follow-Up statt, um zu evaluieren, welche Veränderungen gegriffen haben und welche noch offen sind. Dies ist eine gute Gelegenheit, nachzujustieren. Ich arbeite auch mit Gruppen, bei denen Mobbingvorwürfe im Raum stehen.

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